Was steckt hinter den Sozialversicherungsbeiträgen?

Vor mehr als 120 Jahren führte der Reichskanzler Otto von Bismarck die Sozialversicherung ein welche zuerst das Risiko der Arbeitslosigkeit abdeckte. Im Laufe der Jahrzehnte kam die gesetzliche Kranken-, und Rentenversicherung mit den entsprechenden Sozialversicherungsbeiträgen hinzu die Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte heute noch immer zahlen. Heute sind die Sozialversicherungsbeiträge die jeder Arbeitgeber und Arbeitnehmer in die Kranken-, und Rentenversicherung einzahlt ein fester Bestandteil des im weltweiten Vergleich relativ teuren deutschen Sozialsystems.
Monatlich müssen je nach Krankenkasse zwischen zwölf und fünfzehn Prozent des Bruttoeinkommens in die Krankenversicherung eingezahlt werden. In die mittlerweile finanziell angeschlagene staatliche Rentenversicherung werden monatlich 19,5 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommmens eingezahlt und sichert die Renten ab. Junge Arbeitnehmer ab zwanzig Jahren werden im Rentenalter nach Einschätzung von Experten maximal zwischen 30 und 40 Prozent ihrer eingezahlten Rentenbeiträge als Rente wiederbekommen.
Die Sozialversicherungsbeiträge sind in den letzten Jahren rapide gestiegen und werden aufgrund der schlechten Situation auf dem Arbeitsmarkt und der demographischen Entwicklung weiter steigen. Die steigenden Sozialversicherungsbeiträge sorgen besonders bei den kleinen und mittleren Einkommen für sinkende Nettoeinkommen was zu einer schwachen Nachfrage im Binnenmarkt führt. Mittlerweile kosten die Sozialversicherungsbeiträge über vierzig Prozent des Bruttoeinkommens.
Die Politik versucht seit etwa dreißig Jahren das Sozialsystem in Deutschland wieder zu stabilisieren denn die Sozialausgaben machen mit mehr als hundert Milliarden Euro über die Hälfte des Bundeshaushalts aus und dass ist eine recht bedenkliche Entwicklung. Zwar werden Anstrengungen unternommen diese Kosten in den Griff zu bekommen aber bisher trugen die Reformen kaum Früchte also sorgten kaum für Senkungen bei den Sozialausgaben. Die monatlichen Sozialversicherungsbeiträge sind für jeden Arbeitnehmer wirtschaftlich gesehen Kosten also es wird ein beachtlicher Teil der Kaufkraft entzogen was sich negativ auf den Konsum auswirkt.
Eine Entkoppelung der Sozialversicherungsbeiträge von den Einkommen der Arbeitnehmer würde für höhere Nettoeinkommen sorgen und die seit Jahren schleppende Binnenkonjunktur ankurbeln. Wer zur Zeit einen hohen Krankenkassenbeitrag zahlt der kann im Jahr einige hundert Euro sparen wenn die Krankenkasse gewechselt wird, was immerhin zu einer leichten finanziellen Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen führt und mit dem Geld was durch einen Wechsel der Krankenkasse gespart wird können kleine oder große Wünsche erfüllt werden.
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Tags: Arbeitslosigkeit, Einkommen, Gehalt, Krankenversicherung, Sozialversicherungsbeiträge, Versicherungen


Mittwoch, 22. Juni 2011
Gesundheit & Vorsorge